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Aus der Broschüre "Schulden (ent)fesseln" der Koordinierungsstelle Schuldnerberatung

Der Gerichtsvollzieher ist ein Vollstreckungsbeamter, der für die Pfändung von Gegenständen und die Abnahme der Vermögensauskunft zuständig ist.

Quelle: Broschüre "Schulden (ent)fesseln" der Koordinierungsstelle Schuldnerberatung in Schleswig-Holstein


Aus dem Schulden-Wörter-Buch in Leichter Sprache der Volkssolidarität Südthüringen e.V.

Der Gerichts-Vollzieher ist vom Gericht eingesetzt.
Er kommt im Auftrag vom Gläubiger.
Er möchte prüfen, ob der Schuldner Geld oder wertvolle Dinge hat.
Kann der Schuldner etwas bezahlen, so kassiert er es ein.
Der Gerichts-Vollzieher darf wertvolle Dinge mitnehmen.
Er verkauft diese.
Davon werden die Schulden bezahlt.
Er holt auch die Vermögens-Auskunft ein.

Quelle: Schulden-Wörter-Buch in Leichter Sprache der Volkssolidarität Südthüringen e.V. 


Variante 1: Aus dem Verschuldungslexikon des Diakonischen Werks Baden

Der Gerichtsvollzieher ist ein Beamter der Justiz (Organ der Rechtspflege) und ist in einem ihm zugewiesenen Amtsgerichtsbezirk tätig.

Er unterliegt der Dienstaufsicht des jeweiligen Amtsgerichts. Bei den Amtsgerichten gibt es sog. Gerichtsvollzieherverteilungsstellen. Dort werden die Aufträge für die Gerichtsvollzieher gesammelt und nach Bezirk auf die Gerichtsvollzieher verteilt. Gläubiger können aber Gerichtsvollzieher auch direkt beauftragen.

Aufgabe der Gerichtsvollzieher ist die Durchführung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen und die Zustellung von Schriftstücken. Auch Zwangsräumungen gehören zu seinen Aufgaben.

Der Gerichtsvollzieher soll bei Zwangsvollstreckungsmaßnahmen in jeder Lage darauf bedacht sein, eine gütliche Einigung herbeizuführen. Dies kann durch das Einräumen einer Ratenzahlung erfolgen. Dabei soll die Schuld aber in max. 12 Monaten getilgt sein. Die Raten müssen „angemessen“ sein und der Gläubiger muss einverstanden sein.

Quelle: Verschuldungslexikon des Diakonischen Werks Baden


Variante 2: Aus dem Verschuldungslexikon des Diakonischen Werks Baden

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