Ratgeber: Mahnungen?

Sie haben ein konkretes Anliegen, das Ihnen unter den Nägeln brennt? Schauen Sie doch mal bei unseren Fragen nach. Vielleicht finden Sie dort genau Ihre Frage wieder. Einfach anklicken und die für Sie zutreffenden weiterführenden Fragen auswählen. Hier erhalten Sie dann auch erste Tipps, was Sie konkret als nächstes tun können. Fast immer macht es Sinn, erst einmal Ordnung in Ihre Unterlagen zu bringen. Manchmal halten wir auch einen Musterbrief für Sie bereit oder empfehlen Ihnen eine geeignete Anlaufstelle für Ihre nächsten Schritte.


Sie erhalten jeden Tag neue Mahnungen und Sie haben das Gefühl, die Schulden wachsen Ihnen über den Kopf?

Natürlich kann es einem mal zuviel werden: Der Geldbeutel ist leer und der Berg an Rechnungen und Mahnungen wird immer größer. Und einen genauen Überblick haben Sie schon lange nicht mehr. Da scheint es manchmal einfacher, die Briefe gar nicht mehr aufzumachen und zu hoffen, dass sie von allein verschwinden. Nur, sie tun es nicht. Schulden lösen sich nie von allein in Luft auf. Aber Ihre Schuldenprobleme angehen, das können Sie schon: Schritt für Schritt.

Sie wissen bereits, dass Sie nicht all Ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen können?

Es ist gut, wenn Sie trotzdem dranbleiben und sich Ihren finanziellen Problemen stellen. Spätestens jetzt sollten Sie überlegen, wie und wo Sie professionelle Hilfestellung finden können. Kirchliche Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbände, Verbraucherzentralen oder Ihre Kommune sind gute Anlaufstellen, um eine seriöse Schuldnerberatungsstelle zu finden.

Seriöse Schuldnerberatungsstellen bieten überschuldeten Personen und Familien Beratung und Unterstützung bei der Lösung ihrer finanziellen und persönlichen Probleme an. Schuldnerberatungsstellen können in akuten Krisen wie drohendem Wohnungsverlust  unterstützen und mit Ihnen gemeinsam nach Möglichkeiten einer eventuellen Schuldenregulierung suchen. Sie helfen Ihnen herauszufinden, wie Sie in diese Situation kommen konnten, und vor allem wie Sie künftig vermeiden können, in eine ähnliche Überschuldungssituation zu geraten. Und manchmal machen Sie Ihnen einfach nur Mut weiterzumachen.

Was können Sie tun:

  • Finden Sie Ihre zuständige Schuldnerberatungsstelle.
    Beratungsstellen in Ihrer Nähe
  • Lassen Sie sich einen Termin geben. Manchmal müssen Sie mehrere Wochen oder sogar Monate warten.
  • Wenn Sie das Gefühl haben, Sie können so lange wirklich nicht warten, es ist ganz dringend, dann fragen Sie nach einer Kurzberatung. Fast überall ist dies innerhalb weniger Tage möglich.
  • Gewerbliche Schuldenregulierer bzw. Schuldnerberater sind leider nicht immer seriös. Fragen Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale nach, wenn Sie auf gewerbliche Angebote stoßen, beispielsweise, weil Sie von diesen unaufgefordert Post erhalten haben. Außerdem finden Sie in unserer Datenbank die staatlich anerkannten gewerblichen Verbraucherinsolvenzberater und -beraterinnen.
    Beratungsstellen in Ihrer Nähe
    Link:
    Verbraucherzentrale Bundesverband
  • Und zu guter Letzt: Bereiten Sie sich doch schon einmal auf Ihren Termin bei Ihrer Schuldnerberatungsstelle vor. Erstellen Sie eine Übersicht über Ihre Schuldensituation, über Ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben, stellen Sie alle benötigten und wichtigen Unterlagen ordentlich zusammen.
    Tabellenvorlage: Haushaltsplan
    Vorbereitungscheckliste

Was Sie darüber hinaus tun sollten:

Überlegen Sie, wo Sie bei Ihren Ausgaben sparen können. Einige Beispiele:

  • Nutzen Sie günstigere Call-by-Call-Vorwahlen oder eventuell eine Telefonflatrate auf Ihrem Festnetzanschluss;
  • wechseln Sie den Mobilfunktarif oder den -anbieter;
  • vermeiden Sie lange Gespräche mit dem Handy, insbesondere in den Hauptzeiten.
  • Stellen Sie Elektrogeräte richtig aus und nicht auf stand-by;
  • prüfen Sie den Einsatz von Energiesparlampen;
  • regeln Sie die Temperatur in Ihrer Wohnung entsprechend der Nutzung des jeweiligen Raumes – insbesondere bei Abwesenheit und nachts;
  • Überprüfen Sie alle Ihre Versicherungen! Vielleicht sind Sie „überversichert“ und können Policen kündigen oder in einen günstigeren Tarif wechseln?
    Link: Kompaktwissen Versichern (Sparkassendienst Geld & Haushalt)
    Link: Budgetkompass (Angebote des Deutscher Sparkassen- und Giroverbands für Jugendliche, Single- und Familienhaushalte sowie für Menschen in der zweiten Lebenshälfte)
  • Falls Sie ständig einen teuren Dispokredit in Anspruch nehmen, können Sie diesen möglicherweise durch einen günstigeren Ratenkredit ablösen. Sprechen Sie mit Ihrer Bank!
  • Haben Sie die Möglichkeit, Ihre Erwerbstätigkeit auszuweiten? Dann tun Sie das.
  • Prüfen Sie, ob Sie die in Ihrer momentanen Situation zustehenden staatlichen Leistungen auch tatsächlich in Anspruch nehmen.
    Link: Familienwegweiser (BMFSFJ)


… Haben Sie Ihre Mahnungen auch schon mal schnell weggelegt oder erst gar nicht geöffnet? … Sind in Ihrer Post auch Mahn- oder Vollstreckungsbescheide? … Sie haben den Überblick verloren, bei wem Sie welche Schulden haben? … Bei all den Inkassokosten, Mahngebühren und Teilzahlungen haben Sie den Überblick über die genauen Forderungshöhen verloren? … Fehlt Ihnen der Überblick, wie viel Geld Sie eigentlich für was ausgeben?